Es wächst

Wenn wir morgens aus dem Fenster schauen oder unsere erste Runde durch den Garten drehen, fällt uns immer wieder auf, wie viel sich innerhalb weniger Tage verändern kann.

Wo vor Kurzem noch kleine Pflänzchen standen, die kaum aus der Erde schauten, wird es inzwischen immer grüner und lebendiger.

Unsere Hochbeete entwickeln sich genau so, wie wir es uns erhofft haben. Jeden Tag gibt es etwas Neues zu entdecken. Neue Blätter, längere Triebe und die ersten Anzeichen dafür, dass sich die Geduld langsam auszahlt.

Besonders schön ist es zu sehen, wie die Pflanzen nach und nach ihren Platz einnehmen. Einige wachsen mittlerweile so kräftig, dass wir ihnen zusätzlichen Schutz und mehr Raum geben mussten. Andere lassen sich etwas mehr Zeit, zeigen aber trotzdem jeden Tag, dass sie ihren Weg gehen.

Und genau das mögen wir so an der Gartenarbeit.

Sie erinnert uns daran, dass nicht alles sofort passieren muss.

Man kann nicht an einer Pflanze ziehen, damit sie schneller wächst. Man kann sie nur versorgen, ihr die richtigen Bedingungen schaffen und darauf vertrauen, dass der Rest von allein geschieht.

Auch unsere Kräuter haben sich mittlerweile prächtig entwickelt. Was vor einigen Wochen noch klein und unscheinbar war, ist inzwischen kräftig gewachsen und bereichert unsere Küche fast täglich mit frischen Aromen.

Immer wieder stehen wir vor den Beeten und schauen einfach nur zu.

Nicht, weil es spektakulär wäre, sondern weil es entschleunigt.

Weil es gut tut zu sehen, wie die Natur ihren eigenen Rhythmus hat. Ohne Stress. Ohne Hektik. Ohne Druck.

Vielleicht ist genau das einer der Gründe, warum uns dieses Leben so gefällt.

Es erinnert uns täglich daran, dass die besten Dinge oft Zeit brauchen.

Und dass aus kleinen Anfängen etwas richtig Schönes entstehen kann.

Möhrenbeet