Selbstversorgung – Stück für Stück

Wenn man an Selbstversorgung denkt, hat man oft direkt große Gärten, volle Ernten und perfekt angelegte Beete vor Augen. Bei uns hat es ganz anders angefangen mit einer kleinen Bank im Mobilheim.
Nach dem langen Winter stand sie plötzlich voller kleiner Töpfe. Tomaten, Salat, Kräuter und vieles mehr. Eigentlich nichts Besonderes – und doch bedeutete jeder einzelne Topf Hoffnung.
Hoffnung auf den Frühling. Hoffnung auf Wachstum. Hoffnung darauf, wieder ein Stück näher an das Leben heranzurücken, das wir uns wünschen.
Wochenlang haben wir den kleinen Pflänzchen beim Wachsen zugesehen. Jeden Morgen wurde geschaut, ob sich etwas verändert hat, es wurde gegossen, gepflegt und gehofft, dass aus den winzigen Samen kräftige Pflanzen werden.

Es hatte etwas Beruhigendes.

In einer Welt, in der alles immer schneller werden soll, erinnert einen eine Pflanze daran, dass Wachstum Zeit braucht. Man kann nichts erzwingen. Man kann nur die richtigen Bedingungen schaffen und darauf vertrauen.
Als es dann endlich warm genug wurde, durften die kleinen Pflanzen nach draußen umziehen, in unsere selbstgebauten Hochbeete aus Paletten.

Zu sehen, wie aus ein paar Samen und einer kleinen Bank im Mobilheim langsam ein richtiger Gemüsegarten wird, ist ein ganz besonderes Gefühl. Nicht, weil wir plötzlich Selbstversorger geworden wären, sondern weil wir verstanden haben, dass es nicht darum geht, alles auf einmal zu schaffen.

Es geht um die kleinen Schritte.

Ein Topf nach dem anderen. Ein Beet nach dem anderen. Eine Erfahrung nach der anderen.

Und genau so fühlt sich unser Weg an.
Stück für Stück näher an dem Leben, das wir wirklich leben möchten.

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