Manchmal führt das Leben uns an Punkte, an denen wir spüren: Es darf etwas Neues beginnen. Genau so war es bei uns. Wir haben unser 120-Quadratmeter-Haus mitten in der Stadt samt Schrebergarten verkauft – all das, was so lange zu unserem Alltag gehörte. Und wir haben uns entschieden, noch einmal ganz neu anzufangen.
Mit Sack und Pack, unseren beiden Töchtern – die Kleine etwas über drei Jahre, die Große fast 18 – und meinem 68-jährigen Vater sind wir rund 300 Kilometer weitergezogen. Unser neues Zuhause: ein Pachtgrundstück mitten in der Natur, ruhig gelegen und nur einen Spaziergang vom nächsten kleinen Örtchen entfernt.
Heute leben wir gegenüber voneinander in zwei gemütlichen 40-Quadratmeter-Mobilheimen. Die Große hat ihr eigenes Reich direkt neben uns. Es ist ein anderes Leben, ein einfacheres – und genau das macht es so wertvoll.
Seit wir hier sind, ist alles ruhiger geworden. Geerdeter. Die vielen Dinge, die früher selbstverständlich wirkten, sind plötzlich gar nicht mehr so wichtig. Materielles hat an Bedeutung verloren, dafür haben wir mehr Raum für das Wesentliche gewonnen: füreinander, für uns selbst, für echte Zeit.
Und genau das spüren wir jeden Tag. Wir wachsen an diesem neuen Lebensstil, jeder auf seine Weise. Wir entwickeln uns persönlich weiter, entdecken neue Seiten an uns und genießen die Entschleunigung, die uns die Natur schenkt.
Es fühlt sich an wie ein Ankommen – mitten im Leben und gleichzeitig mitten in der Stille.


